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Rom - die ewige Stadt ;)

June 17, 2017

Oh Mann, wo soll ich da bloß anfangen zu erzählen? Hinter mir liegt eine abenteuerliche Woche in einer der aufregendsten Städten der Welt, in Rom. Vom 10. bis zum 16. Juni habe ich also eine Reise gemacht und mich auf Erkundungstour begeben. Als ich am morgen des 10. Juni aufwachte, war es 5 Uhr morgens und ich hatte noch mehrere Stunden Zeit bis zum Abflug. Zugegeben, ich war erst das zweite Mal in meinem Leben alleine auf Reisen, da war ich schon irgendwie aufgeregt und hatte vorher Alpträume, dass etwas mit dem Flug nicht hinhaut, ich wichtige Unterlagen vergessen hatte usw... 

 

Der Weg zum Flughafen war etwas langatmig, da am selben Tag noch das Flughafenfest statt fand, aber dennoch ging alles pünktlich los. Nach einem Umstieg in München kam ich dann am Nachmittag gegen 17 Uhr in Rom an und wurde am Flughafen gleich von Studiosus-Mitarbeitern in Empfang genommen und zum Hotel gebracht. Ich lernte die Reisetruppe dann erst am Abend kennen, aber wir waren im 4 Sterne Hotel Cicerone untergebracht. Ich hatte ein Zimmer in der obersten Etage. Unsere Reiseleiterin war auch eine sehr freundliche Frau, die uns immer viel erklärte und uns dann erstmal zu einem gemeinsamen Abendessen in eine Trattoria entführte. Ich war, abgesehen von einem 13jährigen Mädchen, das mit ihren Eltern unterwegs war, auch der Jüngste in der Truppe, aber das war kein Problem für mich. Wir hatten uns gleich von Anfang an gut verstanden und so konnte eine tolle Woche beginnen. 

 

Am ersten Tag stand das antike Rom auf dem Programm. Zuerst führte uns unser Weg ins Colosseum, was real natürlich viel beeindruckender aussieht, als auf Fotos. Weiter ging es auf den Palatinhügel mit einem Blick auf den Circus Maximus. Doch da drehen heute Jogger ihre Runden und nicht mehr Ben Hur ;) Danach gings auf den Kapitolshügel und in die Kapitolischen Museen. Unsere Führungen fanden da nur am Tag statt, ich bin jedoch abends nach Einbruch der Dunkel-heit noch einmal alleine vom Hotel aus losgezogen und habe auch das ganze Mal bei Nacht erlebt. Sollte man auf keinen Fall verpassen. Weiter ging es am nächsten Tag in die vatikanischen Museen, die zu den größten Schatzkammern des Abendlandes zählen. Die Laookon-Gruppe, der Apoll von Belvedere und natürlich die Sixtinische Kapelle, in der zu meinem Bedauern leider auch filmen verboten war. Doch, wie sagt man so, die Kuppel aller Kuppeln, war natürlich auch das Highlight des Tages dann: Der Petersdom - eigentlich eine Basilika, wenn man es ganz genau nimmt. Nach unseren langen Tour durch den Petersdom war ich aber nur einer von dreien, die auf die Kuppel hinauf gegangen sind. Bei immer größerer Hitze (wir hatten zwischen 30 und 35 Grad fast jeden Tag) hatte ich zwar nicht gerade Lust alle Stufen hinauf zu laufen und bin mit einem Ehepaar, was ich in unserer Truppe kennengelernt habe, die ersten Teile im Aufzug hochgefahren und dann zu Fuß weiter. Die Treppen waren kaum breiter als ich, manchmal gingen sie gerade nach oben, manchmal gingen sie auch in die Schräglage oder wurden wendelförmig und schienen - bei ihrer Schmale - kaum ein Ende zu nehmen. Der Ausblick von ganz oben auf Rom war hingegen dann doch den Aufstieg wert. Als wir dann wieder runter gegangen sind, klebte sogar in den Treppen ein Aufkleber vom "Freistaat Sachsen". Am Dienstag standen dann die Kirchen auf dem Programm. Los ging es mit der St. Maria Maggiore, in der 36 gut erhaltene Mosaiken die erste Marienkirche des Abendlandes schmücken. Michelangelos "Moses" ist der Star in S. Pietro in Vincoli. In S. Clemente türmen sich Kirchenbauten aus verschiedenen Jahrhunderten über einer antiken Kultstätte. Zum Schluss ging es dann noch in die S. Giovanni in Laterano. Am Mittwoch ging es erst zum Campo Dei Fiori, einem großen Marktplatz in Rom. Weiter gings zum Piazza Navonna, wo wir den Vier-Ströme-Brunnen sahen, ebenso einen Ausblick auf Drumherum- Maler, Musiker und die teuersten Terrassenwohnungen von Rom. Weiter ging es zum nächsten Highlight, dem Pantheon. Wir haben uns dann dort ausführlich mit der großen Kuppel und allem, was es dort zu sehen gibt beschäftigt. Am Abend hatten wir dann die Wahl an einem Ausflug nach Frascati teilzunehmen, bei dem eine Weinprobe stattfand. Eigentlich trinke ich ja so gut wie keinen Alkohol mehr, aber dennoch wollte ich so viel wie möglich von der Reise mitnehmen und zumindest dann mal einen Schluck Wein trinken. Bevor es jedoch zur Weinprobe ging, hielten wir noch in den San Sebastiano Katakomben, in denen eine Italienerin auf Deutsch durchführte. Leider war dort, auch zu meinem Bedauern, filmen nicht erlaubt. Das wäre mal ne tolle Filmkulisse gewesen. Leider auch sehr eng, wenig Licht, aber sehr eindrucksvoll. Der Donnerstag war dann der letzte Tag unseres Abenteuers, da es am Freitag schon wieder zurück ging. Man hatte am Morgen die Wahl, ob man mal ausschlafen und den Vormittag für sich gestalten will oder einen Ausflug nach Tivoli mitmachen möchte. Ich entschied mich natürlich für den Ausflug und zuerst waren wir Kaiser Hadrians ehemaliger Sommerresidenz, der Villa d'Este. Vor allem der große Garten mit den fantastischen Wasserspielen und den vielen Brunnen war ein großes Highlight. Leider waren wir nur eine halbe Stunde da, aber für mich wäre das auch ein sehr erholsames Paradies gewesen. Viele Brunnen, Fontänen, Bäche ... einfach herrlich. Weiter ging es auch noch in die Villa Adriana, in der wir u.a. noch alte antike Thermen gesehen haben. Den Abschluss unseres Abenteuers bildete dann am Nachmittag ein Ausflug zum Piazzo del Popolo, u.a. dann mit einem Besuch der Kirche St Maria del Popolo und natürlich die berühmteste Treppe Roms, die spanische Treppe, als auch ein Besuch am Trevibrunnen, bei dem ich auch der touristischen Pflicht nachkam und eine Münze rein warf. Zum Abendessen ging es dann noch in eine Trattoria und wir blickten auf unsere Reise zurück, bevor wir uns dann verabschiedeten, denn am kommenden Tag lag die Heimreise an. 

 

Am Freitag musste ich dann wieder früh raus, wie auch die ganze Woche immer. Es ging nie vor 22.30 oder 23.00 Uhr ins Bett und aufstehen war zwischen 6.00 Uhr und 6.30 Uhr angesagt. Um 7.30 Uhr ging mein Shuttle zum Flughafen, wo unsere Reiseleiterin noch auf mich wartete und mir beim Einchecken half. Vorher mussten wir noch den Online-Check-In machen, was ich noch nie gemacht hatte und dank des langsamen W-Lans im Hotel auch mit dem Handy kaum möglich war. Es musste dann dort im Büro stattfinden. Das war auch das einzige, was ich am Hotel auszusetzen hatte, dass es - gerade da es so viele Besucher brauchten und wohl kaum jeder mit dem Laptop reist - keinen passenden PC mit entsprechenden Möglichkeiten dafür gab. Erst hieß es auch noch, dass die Piloten in Italien an diesem Tag streiken, was mir schon etwas Angst gemacht hat, aber bei Lufthansa war das Gott sei Dank nicht der Fall. Ob es andere Mitglieder unserer Truppe betraf weiß ich nicht. Der erste Flug verspätete sich schon und ich hatte Mühe und Not rechtzeitig in Frankfurt anzukommen. Dort änderte sich dann noch mal das Gate für die zweiten Ablug, was mir noch mitgeteilt wurde, nachdem ich am ursprünglichen Gate war und dann noch mal durch den halben Flughafen rennen durfte. Als ich dann endlich am richtigen Gate ankam, verspätete sich dann der zweite Flug auch noch um 40 Minuten mit dem Abflug, weil irgendwas auf dem Flughafen nicht stimmte. So standen 10 Flugzeuge in der Reihe, die auf ihren Abflug warteten. 

 

Nun bin ich nach der abenteuerlichen Reise wieder daheim und hoffe alle meine Mitbringsel für Freunde und Familie haben die Rückreise überstanden. Auf alle Fälle muss ich erstmal richtig ausschlafen, denn dazu gabs nicht viel Gelegenheit. Aber wenig Schlaf ist was, was man wohl locker in Kauf nehmen kann, wenn man eine Woche in einer der aufregendsten Städte der Welt verbringt. Aber wie dem auch sei, meine SD Karten sind voll, gut 200 GB Filmmaterial habe ich wieder mit nach Hause gebracht und so steht wohl fest, was dieses Jahr noch von mir zu sehen sein wird. Da ich ja keinen neuen Spielfilm gemacht habe und erstmal eine Pause davon brauchte, werde ich dieses Jahr noch einen einen Film über Rom machen aus meinem Material, den es dann auf DVD bzw. Blu Ray geben wird. Ähnlich wie bei meiner Amerika-Reise damals, doch dieses Mal konzeptioniere ich es ein wenig anders. Das Gute war ja nun auch, dass ich dieses Mal auch bessere Hintergründe aufnehmen konnte, um zukünftige Spiel- bzw. Kurzfilme auch mal mit ein bisschen Tricktechnik in Rom spielen zu lassen. 

 

ST*