Amerikanische Impressionen - Entdecken wir den Westen ;)

Ein Monat kann manchmal sehr schön lang sein, aber wenn man so oft unterwegs ist und ständig in eine andere Stadt wechselt, kann ein Monat auch ganz schnell rumgehen. Nach der Reise durch China stand nun meine zweite große Tour dieses Jahr an, die ich auch als Dokumentarfilmer begleitet habe: die USA! 4 Wochen quer durch die Westküste und wir besuchten viele Städte. Nach 4 Wochen und so vielen Erlebnissen hatte ich schon die Hälfte wieder vergessen, aber schauen wir mal, was ich noch zusammen bekomme.


Angefangen hat alles in New York, dem Big Apple. Wir kamen an unserem ersten Hotel an, das direkt am neuen World Trade Center liegt und gingen als erstes zum Ground Zero, wo wir die Gedenktafeln der Opfer des 11. Septembers ansahen und dann auch einen Ausflug auf die Aussichtsplattform des neuen WTCs machten, nach ganz oben. Vor 5 Jahren bin ich schon dort gewesen, doch noch immer ist es ein eigenartiges Gefühl dort zu sein. Wenn man bedenkt, was am 11.09.2001 dort los war ... na ja, trotzdem positiv denken und weiterblicken, es gab ja noch viel mehr zu sehen. Eine Stadtrundfahrt in NYC war geplant, fiel so aber aus, da wir aus unserer Reisegruppe nicht genug Leute dafür zusammen bekamen und unsere Reiseleiterin Uta organisierte dann eine Hopp On/Hopp Off Tour. Leider regnete es auch, doch wir konnten einiges sehen.


Von New York aus ging es über Philadelphia - wo wir einen Stopp an den Stufen und der Statue von Rocky Balboa machten - weiter nach Washington. Zuerst kamen wir in einem Teil der Stadt an, der mehr einem kleinen Dorf ähnelte, als der eigentlichen Großstadt. Zwei Übernachtungen hatten wir da und gleich in der ersten gabs einen "netten" Zwischenfall, als früh um 2 der Feueralarm losging und wir alle schnell aus dem Hotel rausrennen mussten. Natürlich war es nichts ernstes, nur hatte jemand den Alarm wohl versehentlich ausgelöst. Tja, kann passieren ;) In Washington besuchten wir dann auch das weiße Haus, jedoch war Mr. Trump nicht anwesend, was ich als weniger tragisch empfand. Ebenso schauten wir am Capitol vorbei und besuchten das Raumfahrtmuseum. Dort standen neben vielen alten Raumfahrtmodellen, Flugzeugen und ähnlichem auch das Original-Modell der USS Enterprise aus den 1960ern aus, was zum Drehen der Original-Serie benutzt wurde. Sehr eindrucksvoll war auch der Besuch am Lincoln-Memorial.


Weiter ging es dann zu einem besonderen Naturhighlight, was im wahrsten Sinne etwas magisches an sich hatte: Die Niagara-Fälle. Wenn man einmal dort ist, hat man automatisch das Gefühl dort bleiben zu wollen, zumindest nicht gleich wieder zu gehen. Die Massen an Wasser, die herrlich frische Luft, ein gewaltiges Naturphänomen. Wir machten auch eine Bootstour, die sehr nah an die Wasserfälle heranführte. Es war einfach ein herrliches Erlebnis. Das witzige an der Sache ist, dass die Niagarafälle genau an der Grenze zwischen den USA und Kanada liegen. Wir verbrachten dort zwei Nächte und an einem Abend gingen wir über die Grenze. Es gab so ein Schild an dem Tor, auf dem direkt steht: Hier endet die USA. Auf der kanadischen Seite konnten wir dann die Fälle am Abend bewundern, wenn sie beleuchtet waren und ein gigantisches Feuerwerk stattfand. Eine kleine Anmerkung zu unserem Hotel, in dem wir da waren: Es gab auch einen Pool, ja, und daneben war doch tatsächlich ein Becken mit Haifischen.


Weiter ging es nach Chicago. Manchmal mussten wir fast den ganzen Tag im Bus verbringen, die Strecken waren ja auch nicht gerade kurz. Die Sache mit dem Bus war auch teilweise ein etwas mit Humor zu nehmender Gag, was aber nicht alle aus der Truppe witzig fanden. Beim ersten Bus war die Klimaanlage defekt, sodass das Wasser oft auslief und manchmal direkt auf einige der Reisenden. Beim zweiten gab es technische Defekte, beim dritten ging das WLan nicht und einiges kam immer zusammen, sodass wir leider oft mehrere Stunden Wartezeit verloren, die wir besser hätten nutzen können, aber auch in den 4 Wochen 5 Mal den Bus wechselten.

Angekommen in Chicago machten wir als erstes Halt an einem Aussichtspunkt, von dem aus wir einen guten Blick auf die Skyline hatten. Zuerst konnten wir uns unsere Zeit etwas einteilen und wenn wir im Hotel Freizeit hatten habe ich immer gerne die Fitnessräume aufgesucht, die mal mehr, mal weniger gut waren. Was ich an Chicago auch schön fand, war, dass wir am Strand vom Lake Michigan waren, etwas trinken konnten und 50 Meter hinter uns die Wolkenkratzer losgingen. Hatte was gemütliches. Am besten war in Chicago auch die Nachtfahrt. Wir haben eine Bootstour unternommen und konnten einen grandiosen Ausblick auf Chicago und die Skyline gewinnen. Bei Nacht viel eindrucksvoller als bei Tag.


Nach Chicago war unser erster Stop am Mississippi, dann ging es weiter über die Wüstenland-schaft Badlands zum Mount Rushmore. Dort waren leider einige Wege gesperrt, sodass wir nicht alles ansehen konnten, doch die Gesichter der Präsidenten sind ja sehr bekannt. Dort auch mal persönlich zu sein und das zu sehen ist auch schon ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Bisher kannte ich den Mount Rushmore nur aus Filmen.


Im Yellowstone Nationalpark verbrachten wir im Laufe der Reise auch einige Zeit. Dort sahen wir u.a. viele Geysire, jedoch war auch der Geruch nach Schwefeln nicht zu verleugnen, was nicht immer angenehm war. Schließlich kamen wir dann auch in Salt Lake City an, wo wir eine Nacht verbrachten. Bisher kannte ich die Stadt auch nur im Zusammenhang mit Olympia, als erstes besuchten wir das dortige Kapitol, gingen danach essen und am nächsten Morgen machten wir Halt am Salt Lake, nachdem die Stadt benannt ist. Ab dann kamen eigentlich nur noch Reiseziele, die ich von meiner damaligen Reise mit meinem Papa schon kannte, dennoch war es wie immer ein Erlebnis. Zuerst ging es dann zum Bryce Canyon, wo wir sogar im selben Hotel wie damals untergebracht waren. Leider konnten wir unser schönes Photo in Westernklamotten und Kulisse auf Grund des zeitlichen Plans nicht wiederholen. Wir verbrachten da nur eine Nacht und als wir im Hotel ankamen, war der Laden leider schon zu. Am Bryce-Canyon verlor ich dann mal kurz den Anschluss, als ich mal die Akkus wechseln musste und die Reisegruppe plötzlich weg war. Nur gut, dass ich da schon mal war und den Weg kannte und sie mir auf einmal wieder entgegen kamen. ;) Der nächste Canyon, den wir dann ansteuerten, war natürlich der Grand Canyon. Hier war das Programm ähnlich wie damals, wir hatten dann drei Stunden Zeit eine Wanderung zu machen und die Gegend einfach nur zu genießen. Die Aussichten sind gewaltig und man kann auch Rehe freilaufend sehen oder viele Eichhörnchen. Schließlich ging es weiter nach Las Vegas und dort machten wir unterwegs einen kleinen Halt, der mich daran erinnerte, wie sehr ich eigentlich die Zeit bei den Pferden seid den Dreharbeiten von "Die Macht der Träume" vermisse. Es war ein Mann da, dem gehörten zwei Pferde und ich durfte für eine kurze Runde in den Sattel steigen und eine Runde auf dem Pferd drehen, was mir sehr viel Freude bereitet hat.


In Las Vegas waren dieses Mal nur eine Nacht, was ich etwas schade fand. Beim letzten Mal waren wir zwei Nächte da, da hatte man etwas mehr Zeit die Stadt auch auf eigene Faust zu erkunden. Wir kamen am Nachmittag an und hatten erstmal Ruhe, am Abend gingen wir dann auf eine Nachttour und kamen wieder an die Orte, die ich damals schon total faszinierend fand. Das Belagio, der Caesars Palace, die riesigen Innendekorationen, bei denen man das Gefühl hatte sich plötzlich in Venedig oder anderen Städten zu befinden. Eine von den vielen Shows, die es in Vegas gibt, konnten wir auch mit ansehen: In diesem Fall einen Vulkanausbruch.


Nach Las Vegas kamen wir dann nach Los Angeles. Im Prinzip ist, so finde ich, Los Angeles eigentlich gar nicht so aufregend. Die Stadt lebt von Hollywood, dem Walk of Fame und natürlich den Universal Studios. Zuerst hatten wir leider nur wenig Zeit auf dem Walk of Fame, da wir dank einer weiteren Buspanne Verspätung hatten und was mich etwas ärgerte. Am nächsten Tag ging es an die Universal Studios. Das war natürlich für mich das besondere Highlight. Zuerst machten wir wieder die Studiotour mit, die sich nicht groß von der letzten von vor 5 Jahren unterschied und knapp eine Stunde dauerte. Wir sahen viele Filmkulissen, Autos und wurden in Spezialeffekten unterrichtet. So waren mit dem Tourwagen in einem 3D Raum, wo sich King Kong und ein T-Rex bekämpften und wir mitten drin waren oder dann in eine Schießerei und Verfolgungsjagd von "Fast and Furious" gerieten. Dieses Mal hab ich auch mehr Aufmerksamkeit auf das Haus und Motel von Norman Bates gelegt. Hinter hatten wir noch Zeit und da ich von damals die Attraktionen wie "Die Mumie" und "Jurassic Park" schon kannte, bin ich nach Hogwarts gegangen und habe dort die Tour mitgemacht. Man musste zwar eine Stunde anstehen, jedoch war es das auch wert. Es war wie im Film, man lief durch das Schloss und an den Wänden bewegten sich die Bilder und sprachen mit dir. In einem Raum hielt Prof. Dumbledore eine Ansprache und man traf auch Harry, Ron und Hermine. Dann ging man in eine Achterbahn, musste einen Zauberspruch aufsagen und die Reise ging los. Mit einem Affenzahn raste man durch das Schloß, in die Höhe und die Tiefen, durch die Kerker und aufs Quidditschfeld, musste Dementoren entkommen und einiges mehr. Ich habe am Ende einige Minuten gebraucht, bis ich wieder gerade stehen konnte, aber das Abenteuer war es auf alle Fälle wert.


Schließlich kamen wir dann auch in der letzten Stadt unserer Tour an, in San Francisco. Dort hatten wir wieder das Vergnügen mit der CableCar zu fahren und konnten vom Fishermans Wharf aus Alcatras sehen und wir machten einen großen Spaziergang über die Golden-Gate-Bridge, nachdem wir am letzten Tag eine Stadtrundfahrt machten. Dort verabschiedeten wir uns dann nach 4 Wochen von unserer Reiseleiterin und unserer Gruppe, da wir dann noch 5 Tage in New York verbrachten. Dort besuchten wir dann noch die United Nations, machten eine Botsfahrt und sahen die Freiheitsstatue und die Skyline von NY und erledigten noch einige Shoppingtouren. Doch nach 4 Wochen war ich dann auch ganz schön fertig und freute mich dann auch auf die Heimreise.


So viel gab es zu sehen und so viel erlebt in der Zeit, im Gepäck hatte ich auch volle SD Karten mit über 8 Stunden Material, was nun zu einem weiteren Dokumentarfilm zusammengeschnitten werden soll. Ich werde jetzt aber erst mal "China" fertig stellen und die Arbeit an "Phantom" beenden, damit die Premiere im November ein voller Erfolg wird. Doch bleibt gespannt, bald nehme ich euch mit auf zwei spannende Reisen in die engegengesetzten Richtungen dieser Welt.


ST*












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