August 18, 2019

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"Die Macht der Träume" (2016) wird 3 Jahre alt ... ein kleiner Blick zurück ;)

December 3, 2019

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Im Rückblick: "Aus dem Tagebuch eines Vaters" (2011)

November 26, 2019

Heute vor 8 Jahren gab es in der Zeit, in der ich meine Filmpremieren in der Kinobar Prager Frühling feierte einmal etwas, was sonst nie vorkam. Es liefen einmal zwei Filme von mir hintereinander auf der großen Leinwand. Zuerst lief eine (gekürzte) Wiederholung von "SIEBEN NÄCHTE AM SEE" aus dem Jahr 2010 und schließlich war zur Mittagszeit die Premiere der Fortsetzung "AUS DEM TAGEBUCH EINES VATERS". An diesem Tag feierten wir mit dieser Doppelvorstellung den fünften Jahrestag der Erstaufführung von "AN INSPECTOR CALLS", meinem Erstlingswerk aus dem Jahr 2006. Damals war ich sehr aufgeregt diesen Film zu drehen, da ich mich dazu entschlossen hatte, das erste Mal überhaupt eine Fortsetzung zu drehen. Einen Charakter zwei mal zu spielen, die Story weiter zu entwickeln und wenn möglich natürlich noch einen drauf setzen, was die Fortsetzung mindestens genauso so gut wie Teil 1 oder auch besser machen sollte. Vom Stand der Technik her waren wir damals immer noch bei einem Mini-DV Camcorder, einem angeschlossenen Mikro und Kopfhörern, jedoch hatten wir schon mehr Möglichkeiten, was die Kulissen, Kostüme und Requisiten anging. So begannen im Februar 2011 die Dreharbeiten, die sich bis zum Oktober 2011 hinzogen. Rückblickend waren die Dreharbeiten zum größten Teil sehr harmonisch bis auf wenige Ausnahmen, die während der Drehzeit Änderungen am Drehbuch nötig machten, was aber keinen Abbruch dem Endprodukt antat. Manchmal mussten Szenen umgeschrieben werden, weil die gewünschte Kulisse nicht zu bekommen war oder dank des Wetters ein anderer Drehort gefunden werden musste. Wie bei jedem Film war es aber auch hier mein oberstes Niveau zum einen in der Regie und in Sachen Schauspiel das bestmöglichste rauszuholen, ebenso aus den Mitteln, die wir zum drehen zur Verfügung hatten. um den bestmöglichen Film zu schaffen. Das Gute war auch, dass bei der Fortsetzung die meisten wiederkehrenden Hauptcharaktere nicht neu vorgestellt werden mussten, Es kamen auch neue Figuren hinzu, die die Story ergänzten und leider kehrte eine Schauspielerin aus Teil 1 für eine tragende Nebenrolle nicht zurück, die dann neu besetzt werden musste, was aber dennoch gut lief.

 

Ich teile mir wieder die Rolle des David Neumann zusammen mit meinem Vater, der sein älteres Ich ungefähr 40 Jahre in der Zukunft spielt. Der Unterschied zum Teil 1 ist nur, dass er sich nicht hier mit seiner Tochter an seinen See setzt, um ihr die ganze weitere Geschichte zu erzählen, sondern es in einer Nacht an seinem Schreibtisch für seine Tochter aufschreibt in Form eines Tagesbuches, während er dabei ein Photo von ihr betrachtet. Die Story nahm von Anfang an auch schon mehr Fahrt auf, u.a. mit Verfolgungsjagden während eines Pferderennens, Das Zentrale des Thema des Films ist jedoch: Menschlichkeit. Wie weit gehen junge Leute, wie David Neumann, die so einen schweren Verrat und so einen Verlust erlitten haben, wenn sie die Verantwortlichen dafür finden? Wie gehen Sie mit Schuldgefühlen um? Werden Sie im Stande sein ein normales Leben führen zu können? Auch hier gibt es wieder die Gefahr, dass Freunde doch zu Feinden werden und Feinde zu Freunden und ist jeder, der uns gegenübersteht wirklich immer der oder die, für den wir diese Person halten? Ich legte David auch in seinem jungen Ich nicht als supercoolen mutigen Helden an, sondern an jemanden, der auch trotz allem noch Emotionen hat, Angst verspürt und seine Menschlichkeit nicht verliert. Vor allem, als die kleine Schwester seiner verstorbenen Freundin aus Teil 1 sich an ihn wendet, weil sie dringend Geld für eine OP braucht. Dieses Geld will er dann in einem Pokerspiel gewinnen, um Anna Schneider, Klaras kleine Schwester, ihre lebensrettende OP bezahlen zu können. Doch wer sind die Gegenspieler in diesem Turnier? Und ist das ungefährlich? Gespoilert wird auch nach 8 Jahren natürlich an dieser Stelle noch nicht. 

 

In "AUS DEM TAGEBUCH EINES VATERS" wagten mein damaliges Team und ich uns auch an schon etwas mutigere Szenen, mehr Kampfszenen, sogar Sex-Szenen gab es. Rückblickend sind die Kampfszenen von damals sicher noch nicht sehr gut choreographiert und heute wirds natürlich besser gemacht, aber für das Jahr 2011 und die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten finde ich haben wir das doch gut hinbekommen. In der Nachbearbeitung hatte ich mittlerweile auch bessere Möglichkeiten zur Verfügung, die dem Film wiederum einen besseren Look gaben und mehr optische Effekte ermöglichten. 

 

Ich persönlich mag beide Filme sehr, auch wenn ich Teil 2 als den besseren Film empfinde. Nach der Premiere bestätigen mir auch viele der Teilnehmer, dass sie von beiden Teilen sehr begeistert waren und gerne für eine weitere Doppelvorstellung zurückkehren würden, aber auch davon meinten viele, dass sie mehr Spaß und Spannung bei Teil 2 hatten. Jahre später hatte ich dann auch das Gefühl vielleicht diese Geschichte noch um einen dritten Teil zu ergänzen, was fiktiv im Film "DIE MACHT DER TRÄUME" auch geschah, aber im realen Leben nicht mehr passieren wird, da ich doch zu dem Entschluss gekommen bin, dass diese Geschichte auserzählt ist und ich dann lieber "PHANTOM" zu einem Mehrteiler ausarbeiten werde. 

 

Rückblickend auf beide Teile aus den Jahren 2010 und 2011 mit dem Wissen um den damaligen Stand der Technik und Möglichkeiten sage ich heute: 

 

SIEBEN NÄCHTE AM SEE: 7/10 -> hier gehts zum Film.

AUS DEM TAGEBUCH EINES VATERS 8/10 -> hier gehts zum Film. 

 

ST*

 

 

 

 

 

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