14 Jahre "An Inspector Calls" ...

Die aktuellen Zeiten meines wahrhaftig wohl nicht so gut mit uns. Zu Zeiten verschärfter Maßnahmen, dank denen die neuen Dreharbeiten zu *Eine zweite Chance* erneut auf Eis liegen und ich manchmal schon befürchten muss mein neues Filmprojekt ist gescheitert, versuche ich mich aber dennoch an positiven Dingen, die es gibt im Moment festzuhalten. Das Jahr 2020 war bis jetzt im kreativen Bereich nicht das erwartete. Ich wollte mit dem Film *Eine zweite Chance* längst fertig sein und eine Premiere am Jahresende planen, zu dieser Zeit bereits mit den Dreharbeiten von *Phantom II* beschäftigt sein. Doch nichts konnte u.a. dank Corona jetzt so realisiert werden und manchmal frage ich mich, ob mein aktuelles Projekt - sollte es je fertig werden (was ich immer noch hoffe) - vielleicht mein letzter Film wird und ich danach aufhöre, weil ich Moment kaum noch den Antrieb dazu habe. Aber das kann morgen schon wieder anders aussehen, warten wir mal ab, was die Zeit mit sich bringt und wann es mit den Arbeiten weitergehen kann. Auf der anderen Seite ist es im privaten Bereich dieses Jahr viel besser als erwartet gekommen. Ich bin glücklich in einer Beziehung mit einer tollen Frau, was auch etwas ist, was ich vor einem Jahr noch nicht hätte sehen können und noch besser, wir planen zu heiraten.


Doch heute, am 18.11.2020, ist auch ein Tag, der ein ganz bestimmter Jahrestag ist. Es ist heute volle 14 Jahre her, dass mein erster Film *An Inspector Calls* seine Premiere auf der Leinwand in der Kinobar Prager Frühling hatte. Ich war damals 18 Jahre alt, war vor der Premiere total nervös, sodass ich u.a. auch meinen Wohnungsschlüssel suchte, den ich aber schon in der Hand hielt und das nicht mal merkte und alles gefühlt tausend mal überprüft habe, sodass bei der Premiere auch ja nichts schief gehen konnte. Ich kam während meiner Zeit in England auf die Idee. Vorher hatte ich kleinere Geschichten und kürzere Novellen geschrieben, woran ich aber irgendwann auch das Interesse verlor und mich während meiner Zeit in England mehr fürs Filmemachen interessierte. Im Englischunterricht lasen wir dort *An Inspector Calls* von John B. Priestley, ein Stück, was uns alle dort faszinierte, auch wenn es nach dem holprigen und eher lahmen Anfang erst in die Gänge kommen musste, aber mit jeder Seite spannender wurde. Als ich aus England zurückkam im Mai 2005 hatte ich den Wunsch aus diesem Stück einen Film zu machen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ja noch keine Ahnung, dass ich 14 Jahre später fast 19 Filme gemacht hatte und meinte, dass es vielleicht bei einem bleiben würde. Damals bekam ich auch nicht sehr viel positiven Gegenwind am Anfang, da man mir kaum zutraute einen Film machen zu können. Gut, aus heutiger Sicht gesehen würde der Film natürlich auch ganz anders aussehen, wenn ich ihn mit meinen heutigen Mitteln drehen würde, damals waren es noch MiniDV Camcorder und nicht so umfangreiche Software zum nachbearbeiten des Materials. Am 30.1.2006 begannen schließlich die Dreharbeiten im Salon meiner Friseurin und nach vielen Höhen und Tiefen endeten sie am 23.09. des gleichen Jahres mit einer Premiere schließlich am 18.11. um 10 Uhr. Es gab noch zwei weitere Vorstellungen, 12 Uhr und 14 Uhr, die alle gut besucht waren. Der ganze Stress war den Erfolg und die Freude aber wert und im nächsten Jahr ging dann die Produktion von *Die verlorene Tochter* los.


ST*




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© ab 2016 Stephan Taubert

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